Sonne
Etwa 30.000 Lichtjahre vom Zentrum unserer Heimatgalaxie entfernt, im sogenannten Orion-Arm, befindet sich unsere Sonne. Sie benötigt etwa 220 Millionen Jahre, um mit einer Geschwindigkeit von rund 240 Kilometern pro Sekunde das Milchstraßenzentrum zu umkreisen. Ihr Durchmesser beträgt circa 1.390.000 Kilometer, dies ist der 109-fache Erddurchmesser. Unsere Erde umkreist die Sonne auf einer elliptischen Bahn im Laufe eines Jahres. Der mittlere Abstand beträgt circa 150 Millionen Kilometer oder 150 Gigameter (Gm). Diese Entfernung wird auch als astronomische Einheit für Entfernungen verwendet. Das Licht benötigt acht Minuten und 20 Sekunden, um diese Strecke zurückzulegen. Im Inneren der Sonne findet bei einer Temperatur von 15 Millionen Grad Celsius eine Kernfusion statt, bei der Wasserstoff zu Helium umgewandelt wird. Mit einer Oberflächentemperatur von circa 5.800 Grad Celsius (oder Kelvin) fällt die Sonne in die Spektralklasse G2 und die Leuchtkraftklasse V. Sie ist damit ein G2V-Stern, ein gelb leuchtender Zwergstern. Ihr Alter wird auf etwa 4,57 Milliarden Jahre geschätzt.
Wichtiger Hinweis:
Schauen Sie bei der Sonnenbeobachtung und Sonnenfotografie niemals durch ein ungefiltertes optisches System. Schon einkurzer Blick kann zum Verlust des Augenlichts führen. Zusätzlich werden die Geräte durch die entstehenden hohen Temperaturen beschädigt, wenn sie ohne Sonnenfilter betrieben werden. Auch bei der Verwendung weiter unten beschriebener Filter beachten Sie, dass der Sucher immer abgedeckt ist und Sie zur Ausrichtung des Teleskops auch nicht entlang des Teleskops zur Sonne schauen. Ist ein Auffinden der Sonne bei Orientierung am Teleskopschatten nicht erfolgreich, können Sie einen speziellen Sonnensucher verwenden. Geeignete Sonnenfilter sind nur solche, wie sie extra dafür im Handel angeboten werden. Selbst gebastelte Lösungen wie zum Beispiel eine mit Ruß geschwärzte Scheibe oder die Rettungsfolie aus dem Kfz-Zubehörhandel eignen sich nicht! Empfehlenswert sind nur spezielle Sonnenfilter, die vor dem Objektiv angebracht werden. Sie verhindern ein Eindringen der Energie ins Innere des Gerätes, so dass die Energie keinen Schaden anrichten kann. Eine gute Qualität bietet zum Beispiel die Filterfolie AstroSolar, die bei der Firma Baader-Planetarium (http://www.baader.planetarium.de) bezogen werden kann. Sonnenschutzfilter aus Glas gibt es ebenfalls, sind aber erheblich teurer. Vor dem Einsatz dieser Filter sind sie unbedingt auf Beschädigung zu kontrollieren. Dazu hält man den Filter bei ausgestrecktem Arm Richtung Sonne. Wäre er defekt, würden Sie sofort an der beschädigten Stelle den Lichteinfall bemerken. Der Filter darf dann nicht mehr verwendet werden. Klären Sie unbedingt auch anwesende Personen über die möglichen Gefahren der Sonnenbeobachtung auf und achten Sie auf Kinder. Lassen Sie das Equipment niemals unbeaufsichtigt. Schwenken Sie das verwendete Instrument nach der Beobachtung oder Fotografie auf eine andere Himmelsregion. Der AstroSolar-Filterfolie liegt eine Anleitung bei, wie Sie mit etwas Pappe daraus einen aufsteckbaren Filter bauen können. Sicherer ist es, die Folie in einen entsprechenden Halter einzusetzen und sie nach dem Anbringen am Teleskop zusätzlich mit Tesafilm zu fixieren. Bei der Beobachtung ist der Einsatz eines Infrarot-/UV-Sperrfilters zwingend notwendig! Erwähnen möchte ich noch, dass der Handel noch sogenannte Herschelprismen anbietet, auch Herschelkeil genannte Geräte. Sie können nur am Refraktor verwendet werden. Beachten Sie hierbei die vom Hersteller beigefügte Anleitung. Ich selbst setze solch ein Gerät allerdings nicht ein.
Die meisten der hier gezeigten Aufnahmen sind mit verschieden Ha-Sonnenteleskope entstanden.
Oft setze ich ein LS50THa Sonnenteleskop ein. Es bietet eine freie Öffnung von 50mm bei einer Brennweite von 350mm und eine Halbwertsbreite von <0,75 Angström. Das Teleskop ist serienmäßig mit dem Luftdruck-Tuning System "Pressure Tuner" ausgestattet, der Etalon ist sicher im Inneren des Teleskops installiert. Protuberanzen und Oberflächendetails können einfach und schnell damit beobachtet oder gefilmt werden. Solch ein Film wird dann per Software in Einzelbilder zerlegt und die besten Bilder werden gestackt (gestapelt, übereinandergelegt). Durch seine extrem kompakten Abmessungen ist es ein idealer Reisebegleiter für überallhin.
Im Zenitspiegel ist ein B600 Blocking-Filter installiert. Dieser ist gut geeignet für die visuelle Beobachtung der Sonne. Fokussiert wird das Teleskop mit einem Helikalfokussierer.
Mit dem sogenannten "Double-Stacking" wird die Halbwertsbreite bei H-Alpha Systemen reduziert. Bei einer schmaleren Halbwertsbreite wird der Kontrast auf der Sonnenoberfläche drastisch erhöht, wodurch deutlich mehr Details sichtbar werden.
Auch bei den LS50THa Teleskopen ist Double-Stacking mit einer Reduzierung der Halbwertsbreite auf nur <0,55 Angström möglich. Hin und wieder setze ich so ein System ein.












































































