Deep Sky 2

Der Begriff Deep Sky fasst in der Astronomie diejenigen optisch beobachtbaren Himmelsobjekte zusammen, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden. Zu ihnen zählen unter anderem alle Sternsysteme, Sternhaufen, Quasare, Nebel und Galaxien bis hin zu extragalaktischen Objekten in anderen Galaxien. Galaxien sind riesige Ansammlungen aus Gas, Staub und Sternen, die durch ihre gegenseitige Anziehungskraft zusammengehalten werden. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Galaxie-Arten, so zum Beispiel Spiralgalaxien, elliptische Galaxien, Balkenspiralgalaxien, lentikuläre (linsenförmige) Galaxien und viele mehr. Unsere Milchstraße gehört zum Typ Balkenspiralgalaxie. In klaren Sommernächten ist das Band der Milchstraße als unregelmäßiger breiter, schwach milchig-heller Streifen über dem Firmament zu sehen. Am besten zu erkennen ist das Band der Milchstraße von der Südhalbkugel. Unsere nächste Nachbargalaxie, die Andromeda-Galaxie, ist ebenfalls, klaren dunklen Himmel vorausgesetzt, mit bloßem Auge sichtbar. Die Andromeda-Galaxie (M31) misst einen Halo-Durchmesser von etwa einer Million Lichtjahre und hat eine Gesamtmasse von 198 bis 407 Milliarden Sonnenmassen. Der Durchmesser der sichtbaren Scheibe beträgt etwa 140.000 Lichtjahre. Unsere Milchstraße hat einen Durchmesser von circa 100.000 bis 120.000 Lichtjahren. Nach neuesten Erkenntnissen enthält M31 etwa eine Billion Sterne, während die Milchstraße 100 bis 200 Milliarden Sterne umfasst.

Für die Deep-Sky-Fotografie benötigen Sie einen sehr dunklen Himmel ohne künstliche Lichtquellen. Der Halbmond ist schon so hell, dass es fast unmöglich ist, schwache Sterne und dunkle nebulöse Objekte zu fotografieren. Die Lichtverschmutzung in den Industriegebieten behindert zusätzlich das Fotovergnügen. Ein klarer und dunstfreier Himmel mit guter Durchsicht ist ebenfalls nötig oder zumindest wünschenswert. Dunst setzt die fotografische Grenzgröße herab, man kann also schwache Objekte trotz dunklem Himmel nicht fotografieren. Der Dunst führt auch zu einer leicht diffusen bis flauen Darstellung von Sternen. Deshalb sollte das zu fotografierende Objekt möglichst hoch am Himmel stehen, idealerweise nahe seiner Kulmination. Klare Nächte haben allerdings oft schlechtes Seeing (Luftunruhe, flimmernde Sterne). Das Seeing verringert die Auflösung in der Fotografie und führt zu oftmals verschwommenen, unscharfen Aufnahmen. Dies ist bei Sternen stärker als bei Aufnahmen von Nebel und Galaxien. Das Fotografieren von lichtschwachen Objekten setzt eine lange Belichtung voraus. Deshalb muss die Aufnahmeoptik lange den Sternen nachgeführt werden, oftmals über mehrere Minuten und das über Stunden. Die Fokussierung ist besonders schwierig. Ich verwende dazu die Live-View-Funktion der Kamera in Verbindung mit einem Laptop oder eine Bahtinov-Maske.

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